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Abstimmung Ko-Pionier- Publikumspreis 2026

Bald ist es so weit und der Ko-Pionier-Preis wird vergeben. Die Jury hat die Finalist:innen bereits ausgewählt. Und nun seid ihr gefragt. Wählt bis zum 14. September 2026 eure »Nachnutzung der Herzen« aus den neun Finalist:innen der Kategorien „Digitalisierung der Verwaltung“, „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ und "Offene Standards und Open Source". Ihr habt hier die Möglichkeit, eure Lieblingsverwaltung zu wählen und somit besondere Anerkennung für Verwaltungen auszudrücken, die durch die erfolgreiche Nachnutzung und Implementierung von Projekten aus anderen Verwaltungen besonders beeindruckt haben. Hier zählt eure Stimme.

Die Projekte:

Digital-Lotsen Sachsen-Anhalt

Das Digital-Lotsen-Programm Sachsen-Anhalt ist ein landesweites Unterstützungs- und Qualifizierungsnetzwerk für die kommunale Digitalisierung. Es baut auf dem erfolgreichen Konzept aus Sachsen auf, wurde gemeinsam weiterentwickelt und an regionale Besonderheiten angepasst. Digital-Lotsen agieren als Multiplikatoren, begleiten Digitalisierungsprojekte in den Verwaltungen, fördern den Wissenstransfer und schaffen eine dauerhafte Lern- und Austauschkultur zwischen den Kommunen.

Die Nachnutzung des Digital-Lotsen-Konzepts ermöglichte Sachsen-Anhalt eine schnelle und ressourcenschonende Einführung eines bewährten Programms, das gezielt an die eigenen Bedürfnisse angepasst wurde. Durch die enge Kooperation mit Sachsen entstand ein lebendiges Netzwerk, das den Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Unterstützung fördert. Kommunen profitieren von geteiltem Wissen, effizienteren Digitalisierungsprozessen und praxisnahen Qualifizierungen, was die Servicequalität und Akzeptanz digitaler Angebote nachhaltig steigert. Die gemeinsame Weiterentwicklung spart Zeit und Kosten, vermeidet Doppelarbeit und verankert Digitalisierung als strategischen, gemeinschaftlichen Prozess in den Verwaltungen.

Havelland engagiert - digitalen Ehrenamtsplattform
Im Landkreis Havelland wurde die Open-Source-Ehrenamtsplattform aus Herzberg
(basierend auf HumHub) als zentrale digitale Anlaufstelle für Ehrenamt, Vereine und
Verwaltung in die App „Mein HVL“ integriert. Die Plattform ist sowohl als App als auch
webbasiert verfügbar, wurde partizipativ an lokale Bedürfnisse angepasst und vernetzt
Akteure, bietet Informationen, Austauschmöglichkeiten und digitale Services rund ums
Ehrenamt.
Durch die Nachnutzung und lokale Anpassung der bestehenden Open-Source-Plattform
konnte Havelland schnell und kostengünstig eine zentrale, datenschutzkonforme Lösung für
das Ehrenamt etablieren. Die Plattform steigert die Sichtbarkeit und Effizienz ehrenamtlicher
Arbeit, erleichtert die Vernetzung und den Zugang zu Fördermitteln, digitalisiert bisher analoge Prozesse und fördert gesellschaftlichen Zusammenhalt durch niedrigschwellige
Teilhabe. Die Lösung ist nachhaltig, flexibel erweiterbar und als Modell auf andere
Kommunen übertragbar.

KI-Gebäudeerkennung für Hamburg

Eine KI-gestützte Cloud-Lösung unterstützt Katasterverwaltungen dabei, bauliche Veränderungen anhand von Luftbildern automatisiert zu erkennen. Die Hinweise der KI werden von Fachkräften geprüft und dienen der Aktualisierung amtlicher Geodaten. Die Lösung basiert auf Open-Source-Software (u.a. MasterPortal) und wird als skalierbarer Cloud-Service von Niedersachsen entwickelt und betrieben. Die Nachnutzung der KI-gestützten Cloud-Lösung bietet Katasterverwaltungen eine erhebliche Arbeitserleichterung, da die automatisierte Auswertung von Luftbildern die Aktualisierung von Geodaten deutlich beschleunigt und vereinfacht. Die Lösung ist flexibel an behördenspezifische Anforderungen anpassbar, nachhaltig und kosteneffizient durch den Einsatz von Open-Source-Software und die Entwicklung durch eine öffentliche Stelle. Zudem lässt sich das System auf weitere Anwendungsfälle übertragen und stärkt so die digitale Souveränität sowie die Innovationskraft der öffentlichen Verwaltung.

KoblenzPass
Die Stadt Koblenz nutzt die quelloffene Plattform „Digitale Berechtigungskarte“, ursprünglich
für die Bayerische Ehrenamtskarte entwickelt, als digitalen Sozialpass (KoblenzPass) für
Menschen mit Anspruch auf Sozialleistungen. Die App ermöglicht einen diskreten, digitalen
Nachweis per QR-Code und ist an die städtischen Fachverfahren angebunden. So erhalten
Berechtigte unkompliziert Ermäßigungen für städtische Angebote wie Schwimmbäder,
Museen und Theater.
Durch die Nachnutzung der offenen Plattform konnte Koblenz den digitalen Sozialpass
schnell, kostengünstig und ohne Lizenzabhängigkeiten einführen. Die Lösung ist
datenschutzfreundlich, flexibel anpassbar und fördert gesellschaftliche Teilhabe, indem sie
Zugangshürden senkt und Stigmatisierung reduziert. Verbesserungen kommen dank der
Open-Source-Community allen Nutzenden zugute, was die nachhaltige Weiterentwicklung
und digitale Souveränität der Verwaltung stärkt.
PLAIN in der BNetzA

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) führt mit PLAIN eine zentrale, cloudbasierte Analyse- und Transparenzplattform ein, die ursprünglich vom Auswärtigen Amt entwickelt wurde. PLAIN ermöglicht es, Datenanalysen, Dashboards und Programmiercode intern, mit anderen Behörden und der Öffentlichkeit zu teilen. Die Plattform bietet moderne Data-Science-Tools, Versionsmanagement und kollaborative Arbeitsmöglichkeiten und wird als neuer Standard für datenbasierte Arbeit in der BNetzA etabliert.

Durch die Nachnutzung der PLAIN-Plattform profitiert die BNetzA von einer modernen, offenen und nachhaltigen Infrastruktur, die den Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen Behörden erheblich erleichtert. Die Einführung spart Kosten durch die Ablösung bestehender Fachverfahren, beschleunigt die Umsetzung neuer Lösungen und ermöglicht den Einsatz aktueller KI- und Data-Science-Methoden. Die Nutzung von Open-Source-Komponenten stärkt die digitale Souveränität und fördert Innovationen, während Schulungs- und Wissensangebote den Umstieg auf die neue Plattform unterstützen und die Akzeptanz bei den Mitarbeitenden erhöhen.

Münsteraner Klimadashboard zu Nachhaltigkeitsdashboard Aschaffenburg

Die Stadt Aschaffenburg hat das Open-Source-Klimadashboard der Stadt Münster

übernommen, an lokale Anforderungen angepasst und zum Nachhaltigkeitsdashboard

weiterentwickelt. Die Lösung integriert Klimadaten, Sensorik, Live-Daten und künftig

Nachhaltigkeitsziele in einer verständlichen, öffentlich zugänglichen Darstellung. Durch die

Ergänzung um das CMS Statamic wurde die Pflege und Weitergabe an andere Kommunen

erleichtert.

Die Nachnutzung des offenen Dashboards ermöglichte Aschaffenburg und weiteren Städten

einen schnellen, kostengünstigen Einstieg in die transparente Visualisierung kommunaler

Klima- und Nachhaltigkeitsdaten. Die modulare Architektur und das CMS erleichtern

Anpassung, Pflege und Erweiterung, während die Veröffentlichung auf OpenCode

Wissenstransfer, Austausch und weitere Nachnutzungen fördert. So werden

Entwicklungsaufwände reduziert, digitale Souveränität gestärkt und eine gemeinsame,

verständliche Informationsgrundlage für Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft

geschaffen.

Playdate – Offener Spieletreff gegen Einsamkeit
Das Playdate Freiburg ist ein offener, kostenloser Spieletreff, der Menschen
unterschiedlicher Altersgruppen und Hintergründe regelmäßig zusammenbringt. Das Format
wurde nach dem Vorbild des Berliner Playdates übernommen und an Freiburger Bedürfnisse
angepasst, etwa durch „Erklärbären“ (Regelhelfer) und sichtbare Kennzeichnungen freier
Plätze. Ziel ist es, Einsamkeit entgegenzuwirken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt
durch gemeinsames Spielen zu stärken.
Durch die Nachnutzung des erprobten Playdate-Formats konnte Freiburg mit geringem
Entwicklungsaufwand und minimalem Risiko ein erfolgreiches Begegnungsangebot
etablieren. Die Anpassung an lokale Gegebenheiten sorgt für eine besonders
niederschwellige, inklusive Atmosphäre, die neue Zielgruppen anspricht. Das Format fördert
soziale Durchmischung, baut Barrieren ab und stärkt nachhaltige Netzwerke in der Stadt. Die unkomplizierte Organisation, hohe Akzeptanz und positive Rückmeldungen zeigen, dass
bewährte Konzepte wirkungsvoll übertragen und weiterentwickelt werden können, um
gesellschaftlichen Zusammenhalt und Teilhabe zu fördern.
Urban Stack Gütersloh in Detmold Mit dem Urban Stack setzt die Verwaltung in Detmold auf eine bewährte Open-Source- Plattform, die als gemeinsame digitale Infrastruktur für Kommunen dient. Sie ermöglicht die sichere Integration, Auswertung und Nutzung kommunaler Daten sowie die Entwicklung datenbasierter Anwendungen für Verwaltung, Planung und bürgerorientierte Angebote. Die Einführung erfolgt schrittweise und wird gemeinsam mit anderen Kommunen weiterentwickelt. Die Nachnutzung des Urban Stack spart Entwicklungsaufwand und Betriebskosten, da auf eine praxiserprobte, skalierbare Lösung zurückgegriffen wird. Durch die enge Zusammenarbeit und den regelmäßigen Austausch in der Community werden Doppelentwicklungen vermieden, Synergien geschaffen und Innovationen beschleunigt. Offene Schnittstellen und gemeinsame Standards erleichtern die Integration neuer Anwendungen, stärken die digitale Souveränität und fördern eine nachhaltige, interkommunale digitale Infrastruktur.
URBO-Plattform (App & Stelen) Die Stadt Bamberg hat die Open-Source-Stadtapp aus Soest übernommen und gemeinsam mit einer Softwareoberfläche für digitale Stelen weiterentwickelt. Beide Frontends (App und Stelen) nutzen ein gemeinsames, modulares Backend mit CMS und API-First-Strategie. Daraus entstand die URBO-Community, in der Bamberg, Kassel und Soest die Plattform gemeinsam weiterentwickeln und für andere Kommunen zur Nachnutzung bereitstellen. Durch die Nachnutzung und gemeinsame Weiterentwicklung der Soestapp konnten Bamberg und weitere Städte eine modulare, anpassbare und lizenzkostenfreie Lösung schnell einführen und auf lokale Bedürfnisse zuschneiden. Die Zusammenarbeit in der URBO- Community fördert Synergien, beschleunigt Innovationen und ermöglicht es, neue Funktionen gemeinsam zu entwickeln und zu teilen. Die offene Plattform stärkt die digitale Souveränität, spart Ressourcen und bietet Bürgerinnen und Bürgern niederschwellige, barrierearme Informations- und Beteiligungsangebote.

Welches Projekt soll den Publikumspreis 2026 des Ko-Pionier-Preises erhalten?

E-Mailadresse
Die E-Mail Adresse wird nach Ende der Abstimmung gelöscht und nur erhoben, um sicherzustellen, dass es keine Doppelstimmen gibt.